Dank Eigenbluttherapie wieder mehr Lebensqualität trotz Perthes-Krankheit

Lebensqualität bedeutet für mich, mich frei bewegen zu können, ohne bei jeder Bewegung Schmerzen zu spüren. Doch genau diese Freiheit habe ich durch meine Beschwerden nach und nach verloren. Sie schränkten mich sowohl beruflich wie auch privat stark ein. Anfangs traten die stechenden Schmerzen vor allem bei Rotationsbewegungen auf, später waren sie sogar beim Treppensteigen oder im Sitzen deutlich spürbar.

Bei mir wurde im Erwachsenalter eine angeborene Perthes-Krankheit diagnostiziert. Bei der Perthes-Krankheit stirbt ein Teil des Knochens im Hüftgelenk ab, was zu einer Verformung des Gelenkes sowie Veränderung der Belastung im Gelenk und der angrenzenden Sehnen und Muskeln führt. Da ich noch jung bin, kommt ein künstliches Hüftgelenk nicht infrage. Dies obschon auf dem MRI deutlich zu erkennen ist, dass meine Hüfte bereits stark geschädigt ist. Deshalb suchte ich nach einer anderen Lösung. Zunächst versuchte ich konservativen Behandlungen wie Cortisonspritzen und Physiotherapie. Diese brachten zwar zeitweise Linderung, doch insgesamt war es mehr ein Auf und Ab. Eine neue Therapieform musste also her.

Die Eigenbluttherapie war mir bis dahin noch völlig unbekannt. Dennoch klang sie vielversprechend, da hier mit körpereigenen Wirkstoffen gearbeitet wird. Mein Ziel war es, mit der Eigenbluttherapie meine Lebensqualität zu verbessern und wieder ohne Einschränkungen durch den Alltag gehen zu können. Besonders belastend war für mich, dass ich bei Aktivitäten wie Wanderungen oder Verabredungen oft absagen musste. Nicht nur der physische, auch der psychische Druck lastete schwer auf mir. Es störte mich, ständig „Nein“ sagen zu müssen.

Ich habe zwei Eigenblutspritzen erhalten. Bereits nach der ersten Behandlung konnte ich eine spürbare Verbesserung feststellen, weshalb ich mich für eine zweite Spritze entschied. Die Schmerzen beim Injizieren des Eigenblutes waren zwar sehr stark, doch die Wirkung überwog deutlich. Die Beschwerden wurden erträglicher, und ich konnte meinen Alltag wieder aktiver gestalten. Um sportlich aktiv zu bleiben, gehe ich regelmässig ins Fitnessstudio. Je nach Bewegung bin ich dort zwar noch eingeschränkt, dennoch hat sich meine Situation deutlich verbessert. Schritt für Schritt gewinne ich meine Lebensqualität zurück.

Vor der Eigenbluttherapie war mein Leben sowohl im Berufs- wie auch im Privatleben stark eingeschränkt. Heute ist diese Lebensqualität zurück. Ich kann wieder Dinge unternehmen, die vorher unmöglich waren. Aufgrund der positiven Wirkung würde ich die Eigenbluttherapie jederzeit wieder machen. Menschen, die sich mit der Eigenbluttherapie auseinandersetzen, kann ich nur empfehlen, die Möglichkeit mit ihrem Arzt zu prüfen.